Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg.
Am Zusammenfluß dieser beiden Schwarzwaldbäche liegt Donaueschingen, die Residenz der Fürsten zu Fürstenberg. Im Schloßpark, inmitten einer weiträumigen Gartenanlage steht das zum Ende des 19. Jahrhunderts umgebaute Schloß. In seiner unmittelbaren Nähe hat man etwa zeitgleich eine prachtvoll angelegte fürstliche Donauquelle gefaßt. Von hier aus starten Jahr für Jahr Tausende Radler zu ihrer ganz persönlichen Donautour, die dann meist in Passau, Wien oder gar erst in Budapest endet. Unumstritten ist diese fürstliche Quelle hingegen keineswegs.
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Fürstliche Donauquelle |
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So radeln wir, meine beiden Töchter und ich von hier los einem wunderschönen Tag entgegen. Mit dabei sind Zelt und Schlafsack. Übernachtet werden soll nach Möglichkeit immer in der Nähe der Donau. Andere Übernachtungsmöglichkeiten sollen die absolute Ausnahme sein, falls es einmal gar nicht anders gehen sollte. Was von zwei Ausnahmen abgesehen auch eingehalten wurde
Nach den Versickerungsstellen bei Immendingen und Fridingen verengt sich das Tal und wir durchradeln das Durchbruchstal der jungen Donau - ein landschaftlicher Höhepunkt der gesamten Route. Nur noch vergleichbar mit dem Eisernen Tor in Serbien. Kühne, weiße Kalkfelsen umrahmen das Tal und bilden ringsum eine imposante Kulisse. Tief unten eingebettet in dieser friedvollen Umgebung: Die Abtei Beuron, seit 1863 wieder die religiöse Heimat von Benediktiner-Mönchen.
Aussichtsfelsen wie der Knopfmacherfelsen oder der Eichfelsen bei Irndorf eröffnen prächtige Ausblicke.
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Donautal vom Eichfelsen |
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Wichtig bei der ganzen Radlerei ist immer wieder, nicht nur das Tages- oder Etappenziel vor Augen zu haben und dieses so schnell wie möglich zu erreichen, sondern sich Zeit für den Weg zu nehmen. Erst das bringt letztendlich die innere Befriedigung und ein tiefes Erleben einer solchen Reise.
Auch wenn der Slogan, der Weg ist das Ziel, schon reichlich abgegriffen ist, seine Gültigkeit hat er jedenfalls nicht verloren.
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Schloß Sigmaringen |
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Die alte Residenzstadt Sigmaringen mit seinem erhabenen, auf einem Felsen erbauten Schloß lädt fast zwangsläufig zu einem ausgiebigen Aufenthalt ein.
Die Schloßbesichtigung, unter anderem ist eine der größten Waffensammlungen Europas zu sehen und ein Bummel durchs Städtchen sollte keinesfalls versäumt werden, ehe es dann weitergeht über Riedlingen und Ehingen nach Ulm. Zuvor bietet sich noch eine Variante des Radweges an - über Blaubeuren zur alten Reichsstadt.
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Ulmer Münster |
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Ulm wird überragt von seinem Münster, dem höchsten Kirchturm der Welt. 161 Meter hoch oder in möglichen Stufen gerechnet: Über 700 Stufen sind es hinauf zur höchsten Aussichtsplattform. Nicht nur anstrengend für die müden Radlerbeine, sondern je höher man kommt wird es immer enger. Doch die Aussicht über die Stadt entschädigt für die Mühen des Aufstiegs. Auf der anderen Seite der Donau, schon in Bayern, Neuulm. Böse Zungen behaupten, ab hier beginne bereits der Balkan. Was natürlich nicht stimmt. Wir radeln durch reizvolle Orte und Städte: Günzburg, Lauingen, Dillingen, Höchstadt und dann Donauwörth. Entlang der Reichsstraße stehen schmucke Giebelhäuser. Aus dem 15. Jahrhundert stammt das Münster " Zu unserer lieben Frau ", eine gotische Hallenkirche mit der größten Glocke Schwabens, über 130 Zentner schwer. Sehenswert auch die Klosteranlage Heilig Kreuz. |