Aller Anfang ist schwer
Ende Juli - der Tag der Abreise
Im letzten Moment ist das dringend erwartete kleine Zelt doch noch angekommen.
Welch ein Glück! Nach dem Frühstück habe ich im Beisein
meiner kleinen Tochter Moana das neue Minizelt im Garten aufgebaut.
Zum einen, um nachzuprüfen, ob auch alles komplett ist und zum anderen
um dem kleinen, süßen Schatz eine Vorstellung von Papas Behausung
der nächsten Tage und Wochen zu geben.
Mit rund 20 Kg Gepäck stehe ich dann am Spätnachmittag auf dem Münchner Marienplatz
und mache ich mich auf den Weg. Die Zeit drängt und ich muß raus zur Isar,
um noch einige Kilometer hinter München zu kommen.
Asphalt - Brücken - Unterführungen, so eine Stadt will kein Ende nehmen.
Endlich ist es soweit, der Lärmpegel sinkt, die Hektik um mich herum ist weg
und die Natur hat mich wieder. Ich bin eben kein Stadtmensch,
allenfalls für Tage und Stunden halte ich es dort aus.
Die, die sich dort hingegen sehr wohl fühlen, werden das nicht nachvollziehen können.
Für mich war die Kindheit und Jugend im kleinen Dorf insofern sehr prägend
Doch ich möchte mich hier nicht auf tiefsinnige Gedanken,
nach dem Sinn des Seins und Daseins einlassen.
Das Wichtigste an diesem Tag war für mich, unterwegs zu sein
und ganz profan - einen ruhigen Nachtplatz zu finden.
Ein Werbespruch am Wegesrand:
Das Grün um München wird sehr schmal -
fast bleibt nur noch das Isartal.
Soll auch das nicht verloren sein,
steh´ treu zum Isartalverein.
Denn ohne Mittel geht es nicht
Drum Mitglied werden - Ehrenpflicht!
In Waldram bei Wolfratshausen gibt mir eine rührige 76-Jährige ein Paar
Schulterpolster ( von einem Kleid ), damit sich der schwere Rucksack "leichter" tragen läßt.
Das sah wohl sehr ulkig aus und nachdem ich außer Sichtweite war, verschwanden
die zwei Polster dann im Rucksack.
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